Update Blogumzug #2: E-Mail-Abonnement ist wieder möglich.

Hallo ihr Lieben,

ich freue mich, euch mitteilen zu können, dass nun auch die E-Mail-Abo Funktion auf meinem neuen Blog wieder funktioniert!

Wer mir also weiterhin folgen möchte, kann einfach seine E-Mail Adresse in das dafür vorgesehen Feld auf der Seitenleiste eintragen.

Auf dieser Seite wird es nun ruhig werden. Wann ich sie komplett lösche, oder ob ich sie erst einmal nur auf privat stelle, weiß ich noch nicht genau…mal sehen. Alle bisherigen Beiträge wurden bereitsauf meine neue Seite übertragen.

Wir sehen uns dann (wenn ihr wollt) auf ricysreadingcorner.de .

Bis bald,

Eure Ricy 🙂

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Update Blogumzug: Folgen via WordPress-Reader jetzt möglich

Hallo ihr Lieben,

da das E-Mail-Abo Plugin weiterhin Probleme macht und ich dringend nach eine (Übergangs-)Lösung gesucht Ricy\’s Reading Cornerhabe, kann ich nun zwei Möglichkeiten anbieten, meinem neuen Blog zu folgen:

Ganz einfach über den WordPress-Reader: Ricy’s Reading Corner

Dann sollten euch(gerichtet an alle, die mir bisher über WordPress folgen) meine neuen Beiträge ganz normal in eurem Reader angezeigt werden. Um diese zu lesen müsst ihr dann den Link auf meinen Blog folgen – das Lesen, Liken, Kommentieren in WordPress selber ist nicht mehr möglich.

Oder auf Bloglovin‘: Ricy’s Reading Corner für alle, die dort ein Profil haben.

Ich würde mich natürlich freuen, möglichst viele von euch auch auf meinem neuen Blog begrüßen zu dürfen.

Sobald das E-Mail-Abo wieder möglich ist, werde ich mich mit einem neuen Update zurückmelden.

Es gibt übrigens schon einen neuen Beitrag:

Rezension: „Red Rising“ – Pierce Brown

Viele Grüße und bis bald

Eure Ricy

Ricy’s Reading Corner zieht um!

Hallo ihr Lieben,

es ist so weit. Mein Blog zieht um:

www.ricysreadingcorner.de

Der ausschlaggebende Grund, warum ich mich für diesen Schritt entschieden habe ist ganz einfach – wie bei so vielen anderen Blogger*innen derzeit – die neue EU-DSGVO (EU-Datenschutzgrundverordnung), die so einige datenschutzrelevante Dinge von uns kleinen Blogbetreibern verlangt, die die Möglichkeiten des kostenlosen wordpress.com-Hostings einfach (noch) nicht hergeben und ich mich auch nicht darauf verlassen möchte, dass sich das bis zum 25. Mai (dem Stichtag, an dem die DSGVO in Kraft tritt) ändert.

ABER außer, dass ich jetzt eine eigene Domain bei einem deutschen Hoster habe, ändert sich nicht so wahnsinnig viel. Wenigstens nicht für die Leser…für mich, ist es schon eine Umstellung, da man doch einiges beachten muss, worüber man sich vorher gar keine Gedanken gemacht hat. Doch für alle, die überlegen sollten, auch diesen Schritt zu gehen: es ist auch nicht wahnsinnig kompliziert!

Einfach die WordPress-Software auf der eigenen Datenbank installiert und schon kann’s losgehen: Theme anpassen und Beiträge importieren. Tja und sich dann um den ganzen Datenschutzkram kümmern, der aber zum Glück dank zahlreicher hilfreicher Plugins relativ gut gewährleistet werden kann. Und dabei nicht zu vergessen, die ganzen tollen Blogger*innen, die mir mit Ihren Beiträgen zur DSGVO und zu Blogumzügen ganz tolle Leitfäden geliefert haben. Dazu möchte ich an dieser Stelle besonders nennen:

Fuchsias Weltenecho

Lesefreude

Ich würde mich unglaublich freuen, wenn ihr mir per E-Mail auf meinem neuen Blog folgt 🙂 Die E-Mail Adresse wird natürlich nur zu diesem Zweck gespeichert.

Ich merke gerade, dass das E-Mail-Subscriber Plugin bei mir nicht funktioniert.
Gestern, als ich es getestet habe ging es noch 😦
Wenn ihr es ausprobieren möchtet und es nicht funktioniert, könnt ihr das ja bitte kurz an mich zurückmelden.

Hier noch einmal der Link: www.ricysreadingcorner.de

Bis bald

Eure Ricy

Monatsrückblick März 2018

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Ich möchte meinen Monatsrückblick nicht immer mit der gleichen Floskel beginnen („Wow schon wieder ein Monat vergangen…blablabla“), aber die Monatsrückblicke machen mir immer wieder bewusst, wie schnell die Zeit vergeht: Wir haben schon das erste Jahresviertel hinter uns und so sehr es mich irgendwie besorgt, wie schnell die Zeit vergeht, so froh bin ich auch, wieder auf einen erfolgreichen Lesemonat zurückblicken zu können.

Gelesen

habe ich:

  • Montana von Joshua Smith Henderson (Rezension)

Ein Roman über einen Sozialarbeiter der in den abgeschiedensten Gegenden Montanas versucht Kindern in prekären Familienverhältnissen zu helfen und dabei auch noch mit seinen privaten Problemen zu kämpfen hat. Eine Geschichte der für mich irgendwie ein klarer roter Faden fehlte, die mich aber dennoch durch eine interessante Erzählform sehr mitreißen konnte.

Der neue Roman vom Autor von Der Marsianer ist da! Lange habe ich darauf gewartet und wurde nicht enttäuscht. Rasant und unterhaltsam!

  • Doll Eyes von Jessyca Thibault (engl.)

Eine Gedichtesammlung einer sehr sympathischen Bookstagrammerin, der ich schon lange folge. Ehrlich und nachdenklich. Liest sich allerdings eher wie eine Art Tagebuch als wie ein Gedichtband. Gefüllt mit Gedanken und Gefühlen, die wahrscheinlich jeder irgendwie kennt.

  • Of Mice and Men von John Steinbeck (engl.) (Rezension folgt)

Ein Klassiker, der mal wieder beweist, dass ein Buch nicht dick sein muss, um viel Aussagekraft zu besitzen. Es handelt von den Freunden George und Lennie, die als Wanderarbeiter von Ranch zu Ranch ziehen und von einem besseren Leben träumen. Dabei gerät der körperlich sehr kräftige aber kognitiv eingeschränkte Lennie immer wieder ungewollt in Schwierigkeiten.
Ein kleines Buch von nur knapp über 100 Seiten, das mich sehr berührt hat.

  • Shining von Stephen King (Rezension folgt) – begonnen

Obwohl ich nach den letzten Versuchen fast zu dem Entschluss gekommen bin, dass Stephen King einfach nichts für mich ist, wollte ich seinem großen Klassiker Shining doch noch eine Chance geben. Was soll ich sagen, vielleicht ändere ich meine Meinung von Mr. King nach dieser Lektüre doch noch einmal. Ich bin bisher begeistert und freue mich auf die letzten 150 Seiten, die ich jetzt noch vor mir habe.
Ein großes Werk der Horror-Literatur, dass mich wider Erwarten besonders durch seine facettenreichen und zerrissenen Charaktere beeindruckt.

Gelesen habe ich also viereinhalb Bücher, davon ein Klassiker und zwei Bücher, die auf meiner Jahres-Leseliste zum SuB-Abbau standen: Shining und Of Mice and Men.

Musik und Serien/Filme
sind diesen Monat etwas kurz gekommen…
Am 30. März ist allerdings die 2. Staffel von Eine Reihe betrüblicher Ereignisse erschienen, welche wir sofort begonnen haben. Ich finde diese Serie, die auf der gleichnamigen Kinderbuchreihe basieren einfach toll.

Sie handelt von den Geschwistern Voilet, Klaus und Sunny Baudelaire, deren Eltern in einem mysteriösen Feuer ums Leben kommen. Zwar haben sie ein beträchtliches Vermögen geerbt, dürfen darüber allerdings erst ab Violets Volljährigkeit verfügen. Die drei Waisen werden zu ihrem nächsten lebenden Verwandten gebracht: einem gewissen Graf Olaf (gespielt von Barney Stinson-Darsteller Neil Patrick Harris), der sich jedoch als hinterlistiger Betrüger herausstellt und nur an ihr Vermögen kommen möchte. Sie schaffen es, einen anderen Vormund zu erhalten, doch auch hier werden sie von Graf Olaf verfolgt, der diesen kurzerhand umbringt…und so setzt sich eine Reihe betrüblicher Ereignisse fort.
Jeder der Serien im Stil von Pushing Daisies (wer kennt die Serie überhaupt? Ich habe sie geliebt!) mag, sollte sich diese unbedingt mal anschauen: Eigensinnig, schaurig und irgendwie süß. Eine Reihe betrüblicher Ereignisse lässt sich in keinen Ort und keine Zeit der realen Welt richtig einordnen und ist dennoch an diese angelehnt. Sie wird begleitet von den Erklärungen Lemony Snickets, der als Erzähler immer wieder in der Geschichte auftritt und diese kommentiert, vorwiegend mit der Warnung, doch besser abzuschalten und sich etwas schöneres anzusehen.
Einfach mal etwas ganz anderes!

Außerdem habe ich den Film Kingsmen 2 gesehen. Ein typischer Actionfilm. Er war echt gut gemacht und auch spannend, aber auch nicht wirklich was Besonderes. Kurz gesagt: Es geht um eine Handvoll Geheimagenten, die verhindern, dass ein Großteil der Menschheit ausgelöscht wird….tja, wie gesagt, nichts Besonderes.

Neuzugänge

Ohoh, nachdem ich letzten Monat so stolz auf mich war, dass ich so wenige Bücher gekauft habe, muss ich zugeben, dass meine Bücherkaufsucht diesen Monat wieder etwas eskaliert ist…aber ich hatte Geburtstag, deshalb sind einige Geschenke (von anderen und naja von mir selbst an mich) dabei, außerdem muss man Büchergutscheine ja schnell einlösen – die werden sonst schlecht!!

  • Artemis – Andy Weir (Rezensionsexemplar) (gelesen)
  • Jane Eyre – Charlotte Bronte
  • Doll Eyes – Jessyca Thibault (engl.) (gelesen)
  • Rebecca – Daphne Du Maurier
  • Dunkelgrün fast Schwarz – Mareike Fallwickl
  • The Woman in The Window – A. J. Finn (Rezensionsexemplar)
  • Red Rising #2: Im Haus der Feinde – Pierce Brown
  • Murder on the Orient Express – Agatha Christie (von einer Arbeitskollegin, die es nicht mehr haben wollte) (engl.)
  • Das Haus der Zwanzigtausend Bücher – Sasha Abramsky (Geschenk)
  • Quazi – Sergej Lukianenko (Geschenk)
  • Passagier 23 – Sebastian Fitzek (Geschenk)

11 Bücher – ja, diesen Monat werde ich mich wieder zurückhalten.

Kommen wir zur …

Leseliste April

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Auch für den April habe ich mir wieder mindestens vier Bücher vorgenommen:

  • A Madness So Discreet – Mindy McGinnis (engl.)
  • The Woman In The Window – A. J. Finn
  • Dunkelgrün fast Schwarz – Mareike Fallwickl

Der Klassiker für den April:

  • Faust I – Johann Wolfgang von Goethe

Wie war euer Lesemonat März? Welche Lesehighlights und welche Flops waren dabei? Auch welches Buch freut ihr euch im April besonders?

Liebe Grüße

Eure Ricy

Montagsfrage: Zu welchem Genre würde dein Buch gehören?

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Schon wieder Montagabend…
der erste Tag der Woche ist geschafft und ich fühle mich, als hätte mich ein Zug überrollt – ausgelöst wird dieses Gefühl davon, dass ich in der Nacht zu Montag einfach immer mies schlafe.
Bevor ich es mir daher mit Buch und Tee auf dem Sofa gemütlich mache möchte ich mir aber endlich mal wieder Zeit für die Montagsfrage von Buchfresserchen Svenja nehmen. Diese lautet heute:

„Wenn du schon mal daran gedacht hast ein Buch zu schreiben, welches Genre wäre es?“

JA. Ich habe nicht schonmal daran gedacht ein Buch zu schreiben. Ich denke immer wieder daran. Das Einzige was mir dazu fehlt, ist die Zeit. Ich bin ja froh wenn ich Zeit zum Lesen und zum Bloggen finde.
Wenigstens rede ich mir das gerne ein. Tatsächlich müsste ich wahrscheinlich einfach nur mal anfangen.
Ich hab sogar schonmal ein Buch geschrieben. Es hieß Coco das Pfützenmonster und ich war etwa sechs oder sieben Jahre alt zu Beginn meiner schriftstellerischen Karriere, konnte also gerade einigermaßen leserlich schreiben und mein Meisterwerk bestand mehr aus irgendwelchen krakeligen Illustrationen und Rechtschreibfehlern als aus Text, aber ich war sehr stolz darauf!
Mit 15 oder 16 habe ich dann mit einer Schulfreundin angefangen, ein Buch zu schreiben, was irgendwie eine Mischung aus Pretty Little Liars und der Buchreihe Private, die auf einem Internat spielt, war. Ich glaube, wir haben sogar teilweise angefangen, das Ganze auf Englisch zu schreiben?! Warum? Gute Frage… ich erinnere mich auch kaum noch daran und das Dokument habe ich nicht mehr… Über die ca. 100 Wordseiten kamen wir aber sowieso nicht hinaus, Spaß gemacht hat es trotzdem.

Tja und jetzt?
Schon lange schwebt mir eine dystopische Geschichte im Kopf herum. Die Idee dazu kam mir – es könnte kaum kitschiger sei – im Traum! Und zwar vor etwa sechs Jahren, seitdem hat die Story in meinem Kopf immer wieder leicht ihre Gestalt geändert, ich habe mir verschiedene Hintergründe ausgedacht und mir neue Aspekte dazugedacht. Normalerweise erinnere ich mich kaum länger als fünf Minuten an das, was ich geträumt habe…der Traum musste also scheinbar eine tiefere Bedeutung für mich haben.

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Dieses Buch von Robert Bach habe ich mir bereits vor einiger Zeit zugelegt…die Ambitionen sind da!

Jeder der meinen Blog häufiger liest, weiß, dass ich dieses Genre liebe. Das Problem ist nur, es ist gerade so furchtbar IN und deswegen hat es fast jede „neue Idee“ schonmal irgendwie gegeben. Lustigerweise habe ich gemerkt, dass meine Idee bei all den tausend Dystopien und Zukunftsszenarien, die in den letzten Jahren die Bestsellerlisten erobern, minimale Parallelen zu einer Geschichte hat, die schon über ein Jahrhundert alt ist, die ich jedoch erst vor wenigen Wochen gelesen habe: Die Zeitmaschine. Und nein, es geht nicht um das Zeitreisen an sich, eine Zeitmaschine gibt’s bei mir nicht….

Vor kurzem hat sich dann noch eine andere Idee in meinem Kopf festgesetzt. Auch diese hat dystopische Züge, geht aber noch eher in die Science-Fiction-/ Thriller-/ Verschwörungsrichtung. Ich will nicht zu viel vorwegnehmen, vielleicht kann man es ja irgendwann lesen…

Jetzt muss ich nur noch anfangen. Wenn das so leicht wäre…

Habt ihr schonmal ein Buch geschrieben oder schreibt ihr gerade daran? Zu welchem Genre würde es gehören und habt ihr Tipps, wie man am besten anfängt?

Ich freue mich auf eure Kommentare!

Eure Ricy

Rezension: „Artemis“ – Andy Weir

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Lange habe ich auf dieses Buch gewartet, nachdem ich damals Der Marsianer an nur zwei Tagen durchgelesen hatte. Endlich ist der da – der neue Roman von Andy Weir!

Worum geht’s?

Artemis ist die erste Stadt auf dem Mond. Jazz Bashara ist dort aufgewachsen und schlägt sich eher schlecht als recht als Trägerin – eine Art Postbotin – durch. Um sich ein paar Motten (so heißt die artemisianische Währung) dazuzuverdienen, nutzt sie ihre guten Beziehungen zum Hafenpersonal (sowohl auf der Erde, als auch auf dem Mond) um verbotene Güter in die Stadt zu schmuggeln und die dort nicht gerade geringe Nachfrage der reichen Bewohner zu bedienen.
Einer ihrer Kunden – der milliardenschwere Norweger Trond Landvik – schlägt ihr eines Tages einen sehr viel größeren Deal vor, als nur eine Sonderlieferung dominikanischer Zigarren. Ihre Geldsorgen wären damit ein für alle Mal gelöst, weshalb Jazz nicht lange überlegt. Dass sie sich damit in eine weitreichende Verschwörung verstrickt, hat sie natürlich nicht erwartet. Schon bald ist nicht nur ihr eigenes Leben in Gefahr, sondern das Schicksal von ganz Artemis steht auf dem Spiel.

Meine Meinung

Durch Der Marsianer hatte ich hohe Erwartungen an den neuen Roman von Bestsellerautor Andy Weir.
Könnte mich die Story genauso mitreißen wie die eines aus Versehen allein auf dem Mars zurückgelassenen Forschers? Zunächst hatte ich meine Zweifel…
Aber es stellte sich heraus, dass diese vollkommen unbegründet waren.
Die spannende Story und die Tatsache das ständig etwas schief geht, was die glücklicherweise kluge und nervenstarke Protagonistin dann wieder geradebiegen muss, führten dazu, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte.
Eigentlich soll diese Rezension kein Vergleich mit Der Marsianer sein, doch es fällt schwer, diese herauszulassen, da das Buch in vielerlei Hinsicht einfach sehr ähnlich ist.
Die Protagonistin Jazz ist eine toughe junge Frau: unabhängig, klug, sarkastisch. Mir fiel es gerade zu Beginn schwer, nicht immer wieder Mark Watney (Der Marsianer) vor Augen zu haben. Ihre Kaltschnäuzigkeit, ihre ironische Art und die Situationen, in die sie sich immer wieder begibt, erinnern einfach zu sehr an diesen Vorgängerroman.
Aus diesem Grund gibt es auch einen Stern Abzug.
Doch gerade die Art der Protagonistin ist es andererseits, was dazu führt, dass es einfach unglaublich viel Spaß macht, dieses Buch zu lesen.

Artemis ist definitiv von der Handlung getrieben. Der Autor hält sich nicht lange an einer Situation auf, wodurch es zu einem extrem hohen Erzähltempo kommt und die Seiten nur so dahinfliegen. Der einfache und witzige Schreibstil trägt dazu noch bei. Wer also ausführliche Charakterbeschreibungen und einen kunstvollen Schreibstil erwartet, könnte hier enttäuscht werden. Es wird tatsächlich Vieles stereotypisiert, was durchaus manchmal kritisch gesehen werden könnte. Ich finde aber, es gehört zum Stil des Buches dazu. Es ist leichte Kost und sowohl Männer als auch Frauen, verschiedener Sexualität und Nationalität bedienen hier mit ihren vermeintlichen Eigenarten die verschiedensten Klischees oder sollen diese andersherum scheinbar zwanghaft brechen… Dabei hat der Autor irgendwie einen weiblichen Macho als Protagonisten geschaffen, weshalb ich mich auch immer wieder an den Protagonisten aus Der Marsianer erinnert fühlte und weshalb Jazz für mich oft nicht ganz authentisch wirkte. Sie fügt sich vielmehr in die insgesamt überspitzte Art der Story, ihrer Situationen und Charaktere ein, weshalb es im Großen und Ganzen auch irgendwie wieder passt.
Oft wird kritisiert, dass die wirklich zahlreichen technischen Details, mit denen der Autor seine Story füttert, manchmal Überhand nehmen und somit den Spannungsaufbau bremsen würden. Dem kann ich definitiv nicht zustimmen. Ich finde es unglaublich interessant und bewundere den Autor dafür diese Details so geschickt in die spannungsgeladene Story einzuflechten. Gäbe es diese nicht, könnte die Story auch auf der Erde spielen oder sie würde einfach unglaubwürdig. Nur durch diese Infos wird einem richtig bewusst, wie brenzlig die Situationen teilweise sind und das wiederum führt dazu, dass man manches Mal wirklich die Luft anhalten muss (haha, Weltraumwitz! würde Jazz Bashara jetzt sagen).

Fazit

Ich denke, wem der Marsianer gefallen hat, der wird auch von diesem Buch nicht enttäuscht sein. Artemis ist eine sehr unterhaltsame Story in einem interessanten Setting gespickt mit interessanten technischen Infos und erzählt aus der Sicht einer witzigen Protagonisten. Die Handlung gibt hier den Ton an. Tiefgründige Charaktere, ein besonderer Schreibstil oder moralische Aussagen bleiben hier auf der Strecke. Wer bereit ist, zugunsten der Unterhaltung darüber hinwegzusehen, wird an dem Buch bestimmt seinen Spaß haben.

4Sterne

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Titel: Artemis
Autor: Andy Weir
Übersetzung: Jürgen Langowski
Verlag: Heyne
erschienen: 5. März 2018
Seiten: 432
ISBN: 978-3453271678
Preis (Broschiert): 15,00€ (eBook: 11,99€)

Hier geht’s zum Buch!

Dieses Buch habe ich als Rezensionsexemplar erhalten. Meine Meinung bleibt davon natürlich unbeeinflusst. Vielen Dank an das Bloggerportal!

Rezension: „Montana“ – Joshua Smith Henderson

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Da der Protagonist, so wie ich, Sozialarbeiter ist und mich zudem seit Winter’s Bone von Daniel Woodrell die dunkle Seite des ländlichen Nordamerikas irgendwie in ihren Bann gezogen hat, klang der Klappentext bereits vielversprechend für mich. Das Cover, das einen direkt in Atmosphäre amerikanischer Weite und Trostlosigkeit katapultiert, tat dann sein Übriges und ich musste das Buch einfach lesen. Ich wurde nicht enttäuscht!

Worum es geht…

Weiterlesen

MusikMittwoch: Musik zum…Mut fassen!

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Nachdem es vorletzte Woche beim MusikMittwoch zur Beitragsreihe „Soundtrack to my Life“ um das Thema „Musik zum…Traurig sein“ ging, mit Songs, zu denen man sich so richtig gut im Selbstmitleid suhlen kann, soll es diese Woche wieder etwas optimistischer zugehen: Es geht um Musik, die einem neuen Mut gibt, optimistische Lieder, Kampfhymnen für den Alltag.

Dazu gehören für mich:

Das Lied vom Scheitern – Die Ärzte

To the Top – Gentleman

The Black Parade – My Chemical Romance (ja, ich weiß, das war schon bei den traurigen Songs, aber es gibt auch so viel Kraft!)

Wonderful Life – Hurts

The Middle – Jimmy Eat World

Give it all – Rise Against

Not Afraid – Eminem

Stronger – Kelly Clarkson

Try – P!nk (außerdem So what, Raise your Glass und F*kin‘ Perfect – die Frau ist die Königin der Mutmacher-Songs, fällt mir gerade mal auf)

The Anthem – Good Charlotte

Mein Ding – Udo Lindenberg

Weightless – All Time Low

Don’t stop me now – Queen

Hall of fame – The Script ft. will.i.am

Pain – Jimmy Eat World

The Pretender – Foo Fighters

Never – Moving Pictures

Steh auf – Die Toten Hosen

 

Welche Songs machen euch richtig Mut? Her mit den Tipps…es ist erst Mittwoch, da kann ich etwas frischen Mut und Motivation gebrauchen! 😀

 

Eure Ricy

 

 

 

 

 

 

 

Rezension: „We are okay“ von Nina LaCour

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Zugegeben, dieses Buch war ein absoluter Cover-Kauf. Seit ich es zum ersten Mal auf Instagram gesehen hatte, war ich fasziniert von diesem schönen, geheimnisvollen Cover und die Story hörte sich auch spannend an. Am Ende war es anders als ich erwartet hätte.

Worum es geht…

Es geht um Marin, die nach ihrem High School Abschluss plötzlich einfach verschwindet ohne sich von irgendwem zu verabschieden. Niemand weiß, was in den letzten Wochen vor ihrem Aufbruch passiert ist, nicht einmal ihre beste Freundin Mable.
Marin hat sich langsam in ihrem neuen Leben an einem College tausende Meilen von Zuhause entfernt eingerichtet und sich an ihre Einsamkeit und an ihre Mitbewohnerin, die sie ablenkt, wenn sie es braucht, aber keine Fragen stellt, gewöhnt. Doch nun steht Weihnachten vor der Tür und alle Mitstudenten fahren für die Feiertage und die Semesterferien nach Hause zu ihren Familien, nur Marin nicht. Sie wird einen Monat alleine im Studentenwohnheim verbringen, zumindest nachdem Mable wieder abgereist ist, die sich für ein paar Tage zum Besuch angekündigt hat. Ein Zusammentreffen, dass Marin gar nicht geheuer ist, denn es bedeutet, dass sie sich dem, was passiert ist, stellen muss, es aussprechen muss, um ihrer besten Freundin zu erklären, warum sie alles zurückgelassen hat.

„The trouble with denial is that when the truth comes out you aren’t ready.“

We are okay – Nina LaCour

Meine Meinung

„We are okay“ ist ein ungewöhnlich ruhiges Jugendbuch, so ruhig, dass man die Einsamkeit, in der Marin sich befindet, förmlich spüren kann. Marins Geschichte wird abwechselnd in der Gegenwart und in der Vergangenheit, dem letzten Sommer, erzählt, bis beide Erzählstränge langsam dahingehend zusammenfinden, dass Marin Mable erzählt, was am Ende dieses Sommers, als Mable schon am College war, passierte.
Die Atmosphäre dieses Romans hat mir sehr gut gefallen, das verschneite, verlassene College an der Ostküste, spiegelt sehr gut Marins Gefühls- und Gedankenwelt und steht im starken Kontrast zu den unbeschwerten Erlebnissen rund um den Schulabschluss im sonnigen, sommerlichen San Francisco bevor das passierte, was Marins Leben so aus der Bahn warf.
Der Schreibstil, die Atmosphäre, die dieser auslöste und die Art, wie die Geschichte erzählt wird, haben mir sehr gut gefallen. Insgesamt ist es sehr poetisch.
Leider konnten mich aber sowohl die Charaktere, als auch die Art, wie mit dieser recht kurzen Geschichte, scheinbar so viel ausgesagt werden soll, nicht überzeugen.
Wenn man den Klappentext ließt, erwartet man große Geheimnisse, interessante Wendungen…diese gab es auch, sie waren jedoch keineswegs so überraschend, wie ich sie erwartet hätte. Vielmehr als ein müdes „Ach…okay.“ konnten sie mir nicht entlocken.
Es kam hinzu, dass ich Marins Verhalten oft nicht ganz nachvollziehen konnte, auch nicht, nachdem herauskam, was denn passiert war.
Insgesamt wollte mir das Buch einfach zu viel aussagen, was ich nicht wirklich fühlen konnte, dafür war die Geschichte allgemein zu kurz. Dafür, dass zu Beginn alles so ruhig anfing, passierte am Ende einfach zu schnell, zu viel, das emotional so aufgeladen war, dass ich mich an einen Hollywoodfilm erinnert gefühlt habe. Es geht um Einsamkeit und Trauer, um Identität, um Freundschaft, um Sexualität, denn es behandelt auch eine LGBTQ*-Beziehung, die jedoch nicht so sehr in den Mittelpunkt gestellt wird, um Minimalismus, um Vergebung, um den Wert der Familie…und das alles auf nicht einmal 250 Seiten – aber mit einem filmreifen Ende. Und das, obwohl es so ruhig beginnt.

Fazit

Obwohl mir der Stil des Romans und die dadurch heraufbeschworene Atmosphäre sehr gut gefallen haben, konnte es mich letztendlich nicht wirklich überzeugen. Das im Gegensatz zum Rest der Geschichte zu schnelle Ende war für mich irgendwie zu viel des Guten. Mir hätte es besser gefallen, wenn das Buch etwa 100 Seiten länger gewesen wäre und etwas mehr Wert auf die Charakterentwicklung gelegt hätte, anstatt sich so viele Themen vorzunehmen und zuletzt mit einem für mich etwas unglaubwürdigen Ende seine Bedeutung noch zu schmälern. Dennoch ist es ein schön geschriebenes Buch über Trauer und Identität, in das ich nach der sehr nachdenklichen ersten Hälfte wahrscheinlich einfach zu hohe Erwartungen gesetzt hatte.

3sterne

we are okay

 

Titel: We are okay
Autorin: Nina LaCour
Verlag: Dutton Books (14. Februar 2017)
Seiten: 240
ISBN: 978-0525425892
Preis (gebundene Ausgabe): 14,41€ (Taschenbuch: 8,99€; eBook: 6,49€)

Hier geht’s zum Buch!

Monatsrückblick Februar 2018

Hallo ihr Lieben,

es ist unglaublich, wie sehr die Zeit rennt…es ist schon wieder März. In drei Tagen bin ich 26…irgendwie unheimlich!
Dennoch möchte ich mir hier kurz die Zeit nehmen, den Februar noch einmal Revue passieren zu lassen:

Gelesen habe ich….

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Ein Buch, für das mir immer noch ein bisschen die Worte fehlen, über das ich immer wieder nachdenke – abstoßend und mitreißend, ein Buch der Widersprüche, das unterschiedlichste Gefühle in mir hervorrief…

Ein ungewohnt ruhiger und nachdenklicher Young-Adult-Roman über Einsamkeit, Trauer und die Frage nach der eigenen Identität. Ein schönes und kurzes Buch für Zwischendurch, das aber meiner Meinung nach mit wenig Inhalt etwas zu viel aussagen will.

Ein sehr gelungener, spannender Thriller mit interessanten Charakteren und einigen Twists!

  • „Red Rising“ von Pierce Brown (Rezension folgt)

Der Auftakt zu einer epischen Trilogie über eine Zukunft der Menschheit auf dem Mars. Ein Junge aus den Minen erkennt die Ungerechtigkeit mit der sein Volk über Jahrhunderte versklavt wurde und setzt alles daran, die Ketten zu sprengen.
Düster, mitreißend und unglaublich spannend.

…und damit habe ich mein Monatsziel wieder erfüllt: 4 Bücher und davon einen Klassiker! Gut – Red Rising habe ich streng genommen erst im März beendet und darüber, dass nur eins der Bücher schon länger auf meinem SuB lag, sehen wir jetzt einfach mal hinweg. Aber immerhin konnte ich wieder einmal zwei Bücher von meiner Leseliste 2018 streichen!

Gesehen

Ich habe tatsächlich The 100 eine zweite Chance gegeben und die erste Staffel zuende geschaut und die Zweite bereits angefangen…ganz überzeugt bin ich noch nicht, aber ich denke, es ist eine Serie die ich hin und wieder stückchenweise weiterschauen werde.

Eine absolute Empfehlung kann ich diesen Monat für Three Billboards Outside Ebbing, Missouri aussprechen. Ich war seit langem mal wieder im Kino und muss sagen: es hat sich gelohnt!
Der Film handelt von einer Mutter, deren Tochter vor über einem halben Jahr vergewaltigt und ermordet worden ist. Die örtliche Polizei hat bislang nicht einmal eine Spur und scheint, den Fall schon fast ad acta gelegt zu haben.
Um sie an ihren Job zu erinnern, mietet die Mutter drei alte Billboards an einer kaum befahrenen Straße und beklebt diese mit der provokanten Frage an den Polizeichef, warum es immer noch keine Verhaftung gegeben hat. Das tritt in dem kleinen Nest Ebbing einige Konflikte los.
Der Film ist oft witzig, aber auch traurig und ernst und definitiv skurril. Er lässt sich in keine Schublade einordnen und das hat mir besonders gefallen. Wenn man gerade denkt, man wisse, womit man es bei der Story zu tun hat, passiert etwas, das einen des besseren belehrt. Unbedingt anschauen!
Hat mich mit seiner Art an Little Miss Sunshine oder Adams Äpfel erinnert!

Neu eingezogen im Februar…

ist tatsächlich nur ein Buch!!! Aber es wurden einige bestellt, die im März ankamen bzw. noch ankommen werden….aber wir können ja mal ganz kurz so tun, als könnte ich meine Bücherkaufsucht wenigstens ansatzweise beherrschen?

„Montana“ von Smith Henderson habe ich über das Blogger Portal als Rezensionsexemplar erhalten und freue mich schon riesig drauf, es zu lesen.
Es handelt von einem Sozialarbeiter, der im abgeschiedenen Nordwesten des US-Bundesstaats Montana versucht, Kindern zu helfen, die auf dieser dunklen Seite Amerikas – wie es der Klappentext sagt – leben. Eines Tages trifft er auf einen verwahrlosten Jungen, den in der Kleinstadt noch niemand zuvor gesehen hat…sein Vater ist Jeremiah Pearl ein Anarchist, der abgeschottet im Wald lebt, um sich gegen den Weltuntergang zu wappnen.
Neben der interessant klingenden Story finde ich es auch immer wieder spannend, Bücher über Menschen, die ebenfalls in meinem Beruf – und dann auch noch in anderen Ländern – arbeiten, zu lesen.

Gehört

Da ich bei der Musik, die ich diesen Monat gehört habe, nichts Besonderes hervorheben kann, möchte ich an dieser Stelle nur auf meine beiden MusikMittwoch-Beiträge im Februar hinweisen:

MusikMittwoch: Musik zum…Entspannen!
MusikMittwoch: Musik zum…traurig Sein.

Der MusikMittwoch bringt mich dazu, mich nochmal mit Musik, die mir viel bedeutet auseinanderzusetzen und mir Gedanken zu verschiedener Musik zu machen. Während ich einen solchen Beitrag schreibe, fange ich dann immer an zu stöbern und entdecke auch viel Neues – auch durch die Kommentare, die ich dazu erhalte. Vielen Dank dafür!

Leseliste März 2018

Meine Leseplanung für den März sieht wie folgt aus…

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Montana – Smith Hendersen

Dolls Eyes – Jessyca Thibault

Artemis – Andy Weir

Of mice and men – John Steinbeck

Shining – Stephen King

 

 

…diesen Monat habe ich mir viel vorgenommen. Aber ich habe ein paar Tage Urlaub und bin daher guter Dinge, dass ich es zumindest annähernd schaffen könnte…

 

Wie war euer Lesemonat Februar? Habt ihr schon eins der Bücher oben gelesen? 

 

 

Eure Ricy